Hegels Dialektik der Integrität und die Logik des Opfers - Allgemeine Zeitschrift für Philosophie 42.1

Hegels Dialektik der Integrität und die Logik des Opfers - Allgemeine Zeitschrift für Philosophie 42.1

von: Andrea C. Bertino, Andreas Hetzel, Eva Schürmann, Harald Schwaetzer

frommann-holzboog Verlag AZP, 2017

ISBN: 9104201205000 , 22 Seiten

Format: PDF

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX Apple iPad, Android Tablet PC's

Preis: 26,00 EUR

Mehr zum Inhalt

Hegels Dialektik der Integrität und die Logik des Opfers - Allgemeine Zeitschrift für Philosophie 42.1


 

Zuschreibungen von persönlicher bzw. moralischer Integrität setzen Selbstverpflichtungen voraus. Diese werden immer dann relevant, wenn für den Handelnden schwierige Entscheidungen anstehen, bei denen andere Interessen, die er verfolgt, oder andere von ihm für verbindlich erachtete Werte und Normen vernachlässigt oder gar ausgeblendet werden müssen. Die integre Person opfert sich für etwas oder jemanden auf, so lautet eines der Sprachspiele, durch die Integrität gedacht und zugeschrieben wird. Das lässt sich mit Hilfe von Hegels Phänomenologie des Geistes gut beschreiben. Hegel hat sich nicht nur intensiv mit dem Begriff des religiösen Opfers beschäftigt, er bedient sich der Semantik des Opfers auch umfassend für seine Darstellung des Werdens des Geistes. Ohne schon über den Begriff der Integrität zu verfügen, nutzte er bereits die Logik des Opfers, um die Konstitution des 'wahren' Selbst verstehbar zu machen. Mit Hegel wird in diesem Beitrag ein dialektischer Begriff der Integrität als konsequente Verinnerlichung der Logik des Opfers rekonstruiert. Zugleich werden Differenzen zwischen Hegels Verwendung einer Sprache des Opfers und der Thematisierung des Opfers im heutigen Diskurs der Integrität hervorgehoben.